Bolivien
Bolivien - ein Land im Umbruch
Bolivien liegt im Zentrum Südamerikas zwischen dem 10 Grad und dem 23 Grad südliche Breite sowie dem 68 Grad und dem 58 Grad westliche Länge. Zwei Gebirgszüge der Anden, deren Höhen bis 6500 m reicht, durchziehen Bolivien. Zwischen den Gebirgszügen liegt auf einem Höhenniveau von 3000 m bis 4000 m das zentrale Hochland, in dem rund 80 Prozent aller Bolivianer leben, obwohl es nur etwa ein Drittel der Fläche Boliviens ausmacht. Das Klima ändert sich mit der Höhe von feucht und tropisch bis kalt und halbtrocken. Die offizielle Hauptstadt Boliviens ist Sucre, der Sitz der Regierung befindet sich jedoch in La Paz. Von den Ca. 9 Millionen Einwohnern Boliviens gehören ca. 85 % den Indigenen Volksgruppen an; Quechua 30 %, Mestizen 30 %, Aymara 25 % und Weiße 15 %. Das Rechtssystem basiert auf dem spanischen Rechtssystem und den Napoleonischen Gesetzbüchern. Der Staat erkennt den Katholizismus als Religion an und erhält diesen aufrecht. Garantiert wird jedoch die Religionsfreiheit und die Ausübung anderer Glaubensrichtungen. Das Wahlrecht kann mit Vollendung des 18. Lebensjahres ausgeübt werden.
Seit Januar 2006 ist Evo Morales Staatspräsident und Regierungschef, Vizepräsident ist Alvaro García Linera. Das Parlament, bestehend aus dem Senat mit 27 Mitgliedern und dem Abgeordnetenhaus mit 130 Abgeordneten. Die Mitglieder der beiden Kammern werden durch allegemeine Wahlen für fünf Jahre ernannt. 48 % der Abgeordneten werden durch Parteilisten gewählt und 52 % durch Direktmandate. Im Januar 2009 stinmmten 62 % der wahlberechtigten Bolivianer in einem Referendum für eine neue Verfassung. Die neu Verfassung Boliviens garantiert den mehrheitlich Indigenen Volksgruppen mehr Rechte und ermöglicht mehr Kontrolle über die Writschaft. „Heute am 25. Januar 2009 sind wir dabei, ein neues Bolivien mit Chancengleichheit für alle Bolivianer zu gründen“, sagte Morales nach dem Referendum. „Der Kolonialstaat hat ein Ende.“Der Neoliberalismus ist in Bolivien in die Defensive geraten und mehr: Der Kapitalismus an sich wird nicht mehr als alternativlos hingenommen.
Für attac-medien.de war es eine besondere Freude, dass der Botschafter der Republik Bolivien in Deutschland, seine Excellence WALTER PRUDENCIO MAGNE VELIZ, sich für ein Interview zur neuen Verfassung zur Verfügung gestellt hat. Uns sei noch die Anmerkung gestattet, dass wir einem überaus herzlichen und bescheidenen Menschen begegnen durften dessen Politikstil und Weltanschaung nach unerem Dafürhalten Vorbildcharakter haben muss. Hiervon sollten die sogenannten "westlichen Eliten" von Lafontaine bis Merkel und Ackermann lernen.
Link zur Bolivianischen Botschaft in Deutschland:

