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I had a dream

 

Eine Glosse zu den großen Festivitäten im Kanzleramt.

Es war ein wirklich wunderschöner Abend, als ich im Oktober 2008 meinen 50. Geburtstag mit 30 Freunden zu Haus feiern durfte. Im Traum der vergangenen Nacht war jedoch alles ganz anders. Es trug sich folgender Maßen zu. Ende August 2008 erreichte mich überraschend ein Angebot aus dem Bundeskanzleramt. Frau Merkel persönlich fragte an, ob es mir Recht sei meinen kommenden Tag im Oktober gemeinsam mit ihr und 30 guten Freunden im Kanzleramt in einem besonderen Ambiente zu begehen. Da bin ich doch aus allen Wolken gefallen. Ich und die Kanzlerin! Sofort dachte ich: „Ja, der kleine Mann zählt doch etwas in dieser Gesellschaft.“ Schon am Tag drauf bedankte ich mich für diese tolle Idee und ließ der Kanzlerin eine Liste der Gäste zukommen. Organisatorische Vorarbeit wollte ich selbstverständlich auch leisten. Gleichzeitig übermittelte ich einen Einkaufszettel, der es den Zuarbeiterinnen der Kanzlerin ermöglichen sollte Getränke und kulinarische Spezialitäten günstig einzukaufen. Auf meiner Liste standen 8 Kisten Schlossbräu, 10 Flaschen Rotwein der Marke Obulus, 10 Kg Formfleisch, 60 Brötchen von gestern und 10 Schlangengurken. Zu guter Letzt, Majo, Mostrich und Ketchup. Damit war für das leibliche Wohl gesorgt.
Dann kam mein großer Tag. Es war herrlich. Gemeinsam stand ich am frühen Abend mit der Kanzlerin auf dem Balkon des Kanzleramtes. Im Sonnenuntergang stießen wir mit einem Glas Obulus auf die nächsten 50 Jahre an. Mit meinen geladenen Gästen feierten wir bis in den frühen Morgen. Drei Tage später erreichte mich eine Rechnung aus dem Kanzleramt. Ich sollte 2100 € für die Aufwendungen der Kanzlerin begleichen. Da wachte ich auf und sagte mir: „Das war aber ein Scheißtraum!“