Die neue EU-Gürtelrichtlinie
Die neue EU-Gürtelrichtlinie 1536W/Loch13
Eine Glosse zur EU-Wahl von Ludger Spellerberg
Bereits am 08. Juni 2009, also einen Tag nach der Wahl zum europäischen Parlament, wird sich bei 456 Mill. Europäern ein neues Bauchgefühl einstellen. Nein, Schmetterlinge sind es nicht. Einstimmig hat der EU-Ministerrat, bekannt als ultrademokratisches Organ der EU, das Inkrafttreten der neuen Gürtelrichlinie 1536 W/Loch13 beschlossen. Die EU-Gürtelträger/innen müssen sich auf eine Fülle von Anwendungsvorschriften mit detailierter Verordnung einrichten. Lapidar ausgedrückt lautet die Stoßrichtung des mit Sanktionsmöglichkeiten ausgestattetem Maßnahmenkatalogs: „Ihr müsst den Gürtel enger schnallen!“ Wer aber glaubt, dass es alle Europäer gleichermaßen trifft, der irrt. Franzosen und Deutsche müssen ihren geliebten Bauchlederschmuck nur um ein Loch erweitern. Härter trifft es Iren und Griechen. Sie müssen gleich drei Löcher hinzustanzen. Die näheren Bestimmungen für die EU-Mitgliedsstaaten können ab Sonntag 00:00 Uhr auf der Webseite der EU in Brüssel eingesehen werden. Damit die Umsetzung möglichst reibungslos verlaufen kann empfielht die zuständige EU-Kommisarin Donata Riemenschneider auf der kommunalen Ebene in den Mitgliedsstaaten eine/n Gürtelbeauftragten zu ernennen. Diese Person sollte, so die Empfehlung, parteilos sein. Ziel der neuen Richtlinie ist zum Einen die EU-Bürgerinnen und Bürger fit für die kommenden mageren 7 Jahre zum machen. Zum Anderen versteht sich die Richtlinie als ein wirksames Gegengewicht gegen die eu-weit zunehmende Neigung der Europäer zur Fettleibigkeit. Niemand wird also sagen können, man habe wieder mal weggesehen. Erneut zeigt die EU Geschlossenheit und Handlungsfähigkeit in international wichtigen Fragen. Bravo EU!